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'''Beitrag zur Mobilitätswende''' | '''Beitrag zur Mobilitätswende''' | ||
| − | + | Die Herausforderung für unsere Schule ist es, junge Menschen für nachhaltiges Handeln zu sensibilieren. Eigene Projekte in der direkten Lebensrealität der Schüler:innen bringen dabei den größten Benefit. Daher hat das BG/BRG Ramsauerstraße seit 2022 einige Projekte im Bereich der sanften Mobilität umgesetzt. Mit der Stadt Linz durften Schüler:innen einen neuen Radweg gestalten. Die Schulwegkilometer werden mit der Initiative Bikeline gesammelt. Kurzfilme wurden produziert, ein Klimaaktionstag, Radreparaturworkshops und Fahrradtrainings durchgeführt und 110 neue Fahrradabstellanlagen errichtet. Im Schuljahr 2024/25 wurde ein partizipativer Schulrat für den Umgang mit Flugreisen abgehalten. Aktuell wird eine Radkellerwand mit einem Mural (ca.50m²) zu den Themen Biodiversität, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit gestaltet. Mit zwei Studenten der Kunstuniversität Linz und Südwind OÖ (EU Förderprojekt) haben 20 Schüler:innen der Oberstufe zu den Themen gearbeitet. Außerdem hat eine Schülerin einen Rap dazu geschrieben, der mit einer schuleigenen Tanzgruppe am 11.11.25 bei der Eröffnungsfeier aufgeführt wird. | |
'''Wirkung zur Verhaltensänderung''' | '''Wirkung zur Verhaltensänderung''' | ||
| − | + | Die Zahl der Elterntaxis ist gesunken, der Verkehrsraum am Vorplatz der Schule ist strukturierter und die radfahrenden Schüler:innen sind besser geschützt. Im September 2025 waren die Fahrradplätze mehrmals (fast) zur Gänze gefüllt. | |
| + | Durch die Einbindung der Schüler:innen in Mobilitäts-, Demokratie- u. andere Projekte haben sie in den letzten 3 Jahren ausdauernder und konstruktiver mitgestaltet bzw. eigene Projekte auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde durch Ihr Engagement ein Aufenthaltsraum (inkl. Küche) für Oberstufenschüler:innen realisiert (Eröffnung Jan 2025). | ||
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! colspan="2" | Fakten | ! colspan="2" | Fakten | ||
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| − | | Projektname || | + | | Projektname || Schulweg ist Radweg |
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| Kategorie || '''''Gelegenheit''''', Motivation, Fähigkeit | | Kategorie || '''''Gelegenheit''''', Motivation, Fähigkeit | ||
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| − | | Ort || | + | | Ort || Linz |
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| − | | Laufzeit || | + | | Laufzeit || 2022-2025 |
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| − | | Institution/Firma || | + | | Institution/Firma || BG/BRG Ramsauerstraße Linz |
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| − | | Link || https:// | + | | Link || www.bg-rams.ac.at & https://www.oekolog.at/schulen/detail/1068/ |
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| − | | | + | | Ansprechpartner || David Eichinger, d.eichinger@bg-rams.ac.at; Florian Kaltseis, f.kaltseis@bg-rams.ac.at |
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| − | | Auszeichnungen || | + | | Auszeichnungen || VCÖ Mobilitätspreis |
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| Passende Artikel || | | Passende Artikel || | ||
Version vom 4. November 2025, 10:18 Uhr
Dieses Wiki stellt Erkenntnisse und Beispiele aus der Verkehrs- und Mobilitätsforschung zur Verfügung, die sich auf das Mobilitätsverhalten beziehen. Es ist eine ständig wachsende Sammlung von wissenschaftlichem Hintergrundwissen, Ergebnissen aus Forschungs- und Umsetzungsprojekten, praktischen Beispielen zur Umsetzung und Links zu weiterführenden Quellen. Vorschläge dafür, welche weiteren Themen bzw. Einträge aufgenommen werden sollen, können gerne über die Kontaktseite des CMC oder weiter unten übermittelt werden.
Das CMC-Wiki
Das Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden ist – neben den technischen Entwicklungen und der politisch-planerischen Steuerung – ein wichtiger Faktor dafür, inwieweit und in welchem Umfang der Verkehrssektor sowohl einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, als auch zur gesellschaftlichen Teilhabe auf der anderen Seite leisten kann. In der Verkehrs- und Mobilitätsforschung lag der Schwerpunkt lange Zeit auf der Entwicklung neuer technologischer Lösungen bei Infrastrukturen, Fahrzeugen, Mobilitätsangeboten und Mobilitätsservices (z.B. Verkehrsinformations-Apps).
Die ausschließlich technologischen Lösungen stoßen aber in der Praxis rasch an ihre Grenzen und erreichen nicht den gewünschten Effekt, da in der Entwicklung der „Faktor Mensch“ in seinen sozialen und sozialräumlichen Kontexten nicht ausreichend differenziert berücksichtigt wurde. Dieses ist jedoch wichtig, weil hier die Gründe und Ursachen liegen, warum viele Menschen häufig die angebotenen Lösungen entweder gar nicht wahrnehmen, nicht annehmen oder sie nicht in der ursprünglich gedachten Weise nutzen (Maßnahmenwirkung und Rebound-Effekte).
Um die Verkehrs- und Mobilitätswende und die Klimaziele zu erreichen, reichen technologische Neuerungen daher nicht aus – es braucht eine grundlegende Änderung des derzeit gewohnten mobilitätsverhaltensbestimmenden Verhaltens auf unterschiedlichen Ebenen: Politik und planende Verwaltung für die Rahmensetzungen und die Anreize; Mobilitätsanbietende und Hersteller für Infrastrukturen, Mobilitätsangebote, Fahrzeuge und Betriebssysteme und die Bürger:innen, die aus unterschiedlichen Gründen unterwegs sind.
Um das Mobilitätsverhalten nachhaltig in Richtung einer klima- und umweltverträglichen sowie sozial gerechten Mobilität zu gestalten, liefert die Forschung zwei wesentliche Anknüpfungspunkte: Das Verstehen des Mobilitätsverhaltens (Warum werden bestimmte politisch-planerische Maßnahmen beschlossen? Warum benutzt Herr X gerade für diesen Weg das Auto?) und die Möglichkeiten, das jeweilige Entscheidungs- und Mobilitätsverhalten auch in gewünschter Weise zu verändern.
| Mobilitätsverhalten verstehen | Mobilitätsverhalten verändern | ||
|---|---|---|---|
| Zahlen, Methoden und Beschreibungen, mit denen das Mobilitätsverhalten verstanden und die wahrscheinliche Nutzung neuer Angebote besser abgeschätzt werden kann. | Ansätze, Richtlinien und Best Practice-Beispiele, wie Mobilitätsverhalten verändert und langfristig verfestigt werden kann. Dazu gehören Forschungsergebnisse zu den Wirkungen von Maßnahmen | ||
Die Struktur des CMC-Wiki
Aktuelles
Die Mobilitätsforschung in Österreich wird aktuell in Ausschreibungen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten gefördert. Die jeweils aktuellen nationalen und internationalen Ausschreibungen finden Sie auf Seite der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). In den Jahren zuvor wurden im Verkehrs- und Mobilitätsbereich bereits wichtige Grundlagen zu mehr Nachhaltigkeit im Verkehrssektor mit dem erfolgreichen Förderungsprogramm für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation „Mobilität der Zukunft“ (MdZ) geschaffen. Im Fokus stand die nachhaltige Entwicklung und Sicherung der Mobilität bei gleichzeitiger Minimierung der negativen Auswirkungen des Verkehrs. Aktuell läuft das Föderungsprogramm über die Plattform open4innovation.
Die aktive Mobilität steht im Fokus einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Österreich hat dabei für den Fuß- und den Radverkehr neue Masterpläne entwickelt. Außerdem findet Ende September in Graz der 1. Österreichische Fußverkehrsgipfel statt. Näheres dazu auf der Seite zur Aktiven Mobilität.
Projekt im Fokus
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Smart, vernetzt und grün – integrierte Radverkehrsplanung in Frankenberg (Eder)
Die Herausforderung für unsere Schule ist es, junge Menschen für nachhaltiges Handeln zu sensibilieren. Eigene Projekte in der direkten Lebensrealität der Schüler:innen bringen dabei den größten Benefit. Daher hat das BG/BRG Ramsauerstraße seit 2022 einige Projekte im Bereich der sanften Mobilität umgesetzt. Mit der Stadt Linz durften Schüler:innen einen neuen Radweg gestalten. Die Schulwegkilometer werden mit der Initiative Bikeline gesammelt. Kurzfilme wurden produziert, ein Klimaaktionstag, Radreparaturworkshops und Fahrradtrainings durchgeführt und 110 neue Fahrradabstellanlagen errichtet. Im Schuljahr 2024/25 wurde ein partizipativer Schulrat für den Umgang mit Flugreisen abgehalten. Aktuell wird eine Radkellerwand mit einem Mural (ca.50m²) zu den Themen Biodiversität, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit gestaltet. Mit zwei Studenten der Kunstuniversität Linz und Südwind OÖ (EU Förderprojekt) haben 20 Schüler:innen der Oberstufe zu den Themen gearbeitet. Außerdem hat eine Schülerin einen Rap dazu geschrieben, der mit einer schuleigenen Tanzgruppe am 11.11.25 bei der Eröffnungsfeier aufgeführt wird. Wirkung zur Verhaltensänderung Die Zahl der Elterntaxis ist gesunken, der Verkehrsraum am Vorplatz der Schule ist strukturierter und die radfahrenden Schüler:innen sind besser geschützt. Im September 2025 waren die Fahrradplätze mehrmals (fast) zur Gänze gefüllt. Durch die Einbindung der Schüler:innen in Mobilitäts-, Demokratie- u. andere Projekte haben sie in den letzten 3 Jahren ausdauernder und konstruktiver mitgestaltet bzw. eigene Projekte auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde durch Ihr Engagement ein Aufenthaltsraum (inkl. Küche) für Oberstufenschüler:innen realisiert (Eröffnung Jan 2025).
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Themenvorschläge
Falls ein gewünschtes Thema noch nicht im Wiki behandelt wurde, findet sich hier die Möglichkeit einen Themenwunsch abzugeben. Dazu muss, nachdem der Themenvorschlag abgegeben wurde, ein Benutzerkonto erstellt werden.
Außerdem können bereits gewünschte Themenvorschläge hier eingesehen werden. Diese werden je nach verfügbaren Ressourcen laufend ergänzt und bearbeitet.
Weblinks
- INFONETZ der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG sowie des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
- Österreichischer Klima- und Energiefonds
- Forschungsagenda und Roadmap Mobilität der Zukunft – Personenmobilität 2018
- FTI-Agenda Mobilität 2026 – Konkretisierung der FTI-Themen und FTI-Maßnahmen auf Basis der FTI-Strategie Mobilität 2040 für 2022 bis 2026
- Mobilitätsmasterplan Österreich 2030 – Weg zur Klimaneutralität 2040
- Aktionspaket Automatisierte Mobilität (2019-2022)
- Nachhaltiger Mobilitätsplan (SUMP) (deutsch)
- Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP) (englisch)
- Die österreichischen Mobilitätslabore