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== Projekt im Fokus==
 
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'''Beitrag zur Mobilitätswende'''
 
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Das Radverkehrskonzept von 2020 hat u. a. zum Ziel, das Fahrrad als festen Bestandteil der alltäglichen Verkehrsmittelwahl zu etablieren. Politisch beschlossenes Ziel ist hierbei auch der Anschluss der Stadtteile an die Kernstadt, um die Mobilitätswende zu fördern. Die Neustrukturierung der Radverkehrsachsen durch die Kernstadt ist diesbezüglich ein entscheidender Schritt, da die neuen Brücken und Radwege an bestehende oder geplante Radverkehrsachsen anbinden. Diese Bemühungen führten auch dazu, dass Frankenberg im ADFC Fahrradklima-Test 2024 als „Aufholer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Die positive Bewertung der Fahrradförderung zeigt, dass Frankenberg auf dem richtigen „Radweg“ ist, die Mobilitätswende im ländlichen Raum zu meistern.
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Die Herausforderung für unsere Schule ist es, junge Menschen für nachhaltiges Handeln zu sensibilieren. Eigene Projekte in der direkten Lebensrealität der Schüler:innen bringen dabei den größten Benefit. Daher hat das BG/BRG Ramsauerstraße seit 2022 einige Projekte im Bereich der sanften Mobilität umgesetzt. Mit der Stadt Linz durften Schüler:innen einen neuen Radweg gestalten. Die Schulwegkilometer werden mit der Initiative Bikeline gesammelt. Kurzfilme wurden produziert, ein Klimaaktionstag, Radreparaturworkshops und Fahrradtrainings durchgeführt und 110 neue Fahrradabstellanlagen errichtet. Im Schuljahr 2024/25 wurde ein partizipativer Schulrat für den Umgang mit Flugreisen abgehalten. Aktuell wird eine Radkellerwand mit einem Mural (ca.50m²) zu den Themen Biodiversität, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit gestaltet. Mit zwei Studenten der Kunstuniversität Linz und Südwind OÖ (EU Förderprojekt) haben 20 Schüler:innen der Oberstufe zu den Themen gearbeitet. Außerdem hat eine Schülerin einen Rap dazu geschrieben, der mit einer schuleigenen Tanzgruppe am 11.11.25 bei der Eröffnungsfeier aufgeführt wird.
  
 
'''Wirkung zur Verhaltensänderung'''
 
'''Wirkung zur Verhaltensänderung'''
  
Obwohl es keine validen Datenerhebungen zur genauen Verhaltensänderung gibt, lassen sich erste Ergebnisse anhand der Verkehrsdaten der jährlichen Stadtradeln-Aktion erkennen. Die Verkehrsströme des Radverkehrs haben sich auf die neu geschaffenen Achsen verlagert und werden zunehmend frequentiert, was auf eine Veränderung im Mobilitätsverhalten hinweist. Subjektiv betrachtet zeigt sich eine Zunahme des Fuß- und Radverkehrs im alltäglichen Stadtbild. Die neu gestalteten Räume entlang der Verkehrsachsen werden sowohl von Bürger*innen wie auch Gästen gleichermaßen gut frequentiert. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs positive Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten haben.  
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Die Zahl der Elterntaxis ist gesunken, der Verkehrsraum am Vorplatz der Schule ist strukturierter und die radfahrenden Schüler:innen sind besser geschützt. Im September 2025 waren die Fahrradplätze mehrmals (fast) zur Gänze gefüllt.
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Durch die Einbindung der Schüler:innen in Mobilitäts-, Demokratie- u. andere Projekte haben sie in den letzten 3 Jahren ausdauernder und konstruktiver mitgestaltet bzw. eigene Projekte auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde durch Ihr Engagement ein Aufenthaltsraum (inkl. Küche) für Oberstufenschüler:innen realisiert (Eröffnung Jan 2025).
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! colspan="2" | Fakten
 
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| Projektname || Smart, vernetzt und grün – integrierte Radverkehrsplanung in Frankenberg (Eder)
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| Projektname || Schulweg ist Radweg
 
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| Kategorie || '''''Gelegenheit''''', Motivation, Fähigkeit
 
| Kategorie || '''''Gelegenheit''''', Motivation, Fähigkeit
 
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| Ort || Frankenberg (Eder), Hessen
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| Ort || Linz
 
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| Laufzeit || 2020-2023
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| Laufzeit || 2022-2025
 
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| Institution/Firma || Stadt Frankenberg (Eder)
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| Institution/Firma || BG/BRG Ramsauerstraße Linz
 
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| Link || https://mobilitaetsprojekte.vcoe.at/projekt/smart-vernetzt-und-grn-integrierte-radverkehrsplanung-in-frankenberg-eder-2024/
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| Link || www.bg-rams.ac.at & https://www.oekolog.at/schulen/detail/1068/
 
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| Ansprechpartnerin || Sophie Berkenkopf // berkenkopf.sophie@frankenberg.de // +49 6451/505-135
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| Ansprechpartner || David Eichinger, d.eichinger@bg-rams.ac.at; Florian Kaltseis, f.kaltseis@bg-rams.ac.at
 
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| Auszeichnungen || Deutscher Fahrradpreis 2024 - Kategorie "Infrastruktur"; VCÖ-Mobilitätspreis 2024 Österreich – Kategorie "Internationale Vorbildsprojekte"; Fahrrad-Klima-Test des ADFC 2024, 1. Platz
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| Auszeichnungen || VCÖ Mobilitätspreis
 
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| Passende Artikel ||  
 
| Passende Artikel ||  

Version vom 4. November 2025, 10:18 Uhr

Dieses Wiki stellt Erkenntnisse und Beispiele aus der Verkehrs- und Mobilitätsforschung zur Verfügung, die sich auf das Mobilitätsverhalten beziehen. Es ist eine ständig wachsende Sammlung von wissenschaftlichem Hintergrundwissen, Ergebnissen aus Forschungs- und Umsetzungsprojekten, praktischen Beispielen zur Umsetzung und Links zu weiterführenden Quellen. Vorschläge dafür, welche weiteren Themen bzw. Einträge aufgenommen werden sollen, können gerne über die Kontaktseite des CMC oder weiter unten übermittelt werden.

Das CMC-Wiki

Das Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden ist – neben den technischen Entwicklungen und der politisch-planerischen Steuerung – ein wichtiger Faktor dafür, inwieweit und in welchem Umfang der Verkehrssektor sowohl einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, als auch zur gesellschaftlichen Teilhabe auf der anderen Seite leisten kann. In der Verkehrs- und Mobilitätsforschung lag der Schwerpunkt lange Zeit auf der Entwicklung neuer technologischer Lösungen bei Infrastrukturen, Fahrzeugen, Mobilitätsangeboten und Mobilitätsservices (z.B. Verkehrsinformations-Apps).

Die ausschließlich technologischen Lösungen stoßen aber in der Praxis rasch an ihre Grenzen und erreichen nicht den gewünschten Effekt, da in der Entwicklung der „Faktor Mensch“ in seinen sozialen und sozialräumlichen Kontexten nicht ausreichend differenziert berücksichtigt wurde. Dieses ist jedoch wichtig, weil hier die Gründe und Ursachen liegen, warum viele Menschen häufig die angebotenen Lösungen entweder gar nicht wahrnehmen, nicht annehmen oder sie nicht in der ursprünglich gedachten Weise nutzen (Maßnahmenwirkung und Rebound-Effekte).

Um die Verkehrs- und Mobilitätswende und die Klimaziele zu erreichen, reichen technologische Neuerungen daher nicht aus – es braucht eine grundlegende Änderung des derzeit gewohnten mobilitätsverhaltensbestimmenden Verhaltens auf unterschiedlichen Ebenen: Politik und planende Verwaltung für die Rahmensetzungen und die Anreize; Mobilitätsanbietende und Hersteller für Infrastrukturen, Mobilitätsangebote, Fahrzeuge und Betriebssysteme und die Bürger:innen, die aus unterschiedlichen Gründen unterwegs sind.

Um das Mobilitätsverhalten nachhaltig in Richtung einer klima- und umweltverträglichen sowie sozial gerechten Mobilität zu gestalten, liefert die Forschung zwei wesentliche Anknüpfungspunkte: Das Verstehen des Mobilitätsverhaltens (Warum werden bestimmte politisch-planerische Maßnahmen beschlossen? Warum benutzt Herr X gerade für diesen Weg das Auto?) und die Möglichkeiten, das jeweilige Entscheidungs- und Mobilitätsverhalten auch in gewünschter Weise zu verändern.

Mobilitätsverhalten verstehen Mobilitätsverhalten verändern
Zahlen, Methoden und Beschreibungen, mit denen das Mobilitätsverhalten verstanden und die wahrscheinliche Nutzung neuer Angebote besser abgeschätzt werden kann. Ansätze, Richtlinien und Best Practice-Beispiele, wie Mobilitätsverhalten verändert und langfristig verfestigt werden kann. Dazu gehören Forschungsergebnisse zu den Wirkungen von Maßnahmen

Die Struktur des CMC-Wiki

Die Struktur des CMC-Wiki

Aktuelles

Die Mobilitätsforschung in Österreich wird aktuell in Ausschreibungen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten gefördert. Die jeweils aktuellen nationalen und internationalen Ausschreibungen finden Sie auf Seite der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). In den Jahren zuvor wurden im Verkehrs- und Mobilitätsbereich bereits wichtige Grundlagen zu mehr Nachhaltigkeit im Verkehrssektor mit dem erfolgreichen Förderungsprogramm für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation „Mobilität der Zukunft“ (MdZ) geschaffen. Im Fokus stand die nachhaltige Entwicklung und Sicherung der Mobilität bei gleichzeitiger Minimierung der negativen Auswirkungen des Verkehrs. Aktuell läuft das Föderungsprogramm über die Plattform open4innovation.

Die aktive Mobilität steht im Fokus einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Österreich hat dabei für den Fuß- und den Radverkehr neue Masterpläne entwickelt. Außerdem findet Ende September in Graz der 1. Österreichische Fußverkehrsgipfel statt. Näheres dazu auf der Seite zur Aktiven Mobilität.

Projekt im Fokus

Schulwegistradweg.png


Smart, vernetzt und grün – integrierte Radverkehrsplanung in Frankenberg (Eder)


Beitrag zur Mobilitätswende

Die Herausforderung für unsere Schule ist es, junge Menschen für nachhaltiges Handeln zu sensibilieren. Eigene Projekte in der direkten Lebensrealität der Schüler:innen bringen dabei den größten Benefit. Daher hat das BG/BRG Ramsauerstraße seit 2022 einige Projekte im Bereich der sanften Mobilität umgesetzt. Mit der Stadt Linz durften Schüler:innen einen neuen Radweg gestalten. Die Schulwegkilometer werden mit der Initiative Bikeline gesammelt. Kurzfilme wurden produziert, ein Klimaaktionstag, Radreparaturworkshops und Fahrradtrainings durchgeführt und 110 neue Fahrradabstellanlagen errichtet. Im Schuljahr 2024/25 wurde ein partizipativer Schulrat für den Umgang mit Flugreisen abgehalten. Aktuell wird eine Radkellerwand mit einem Mural (ca.50m²) zu den Themen Biodiversität, Klima- und Geschlechtergerechtigkeit gestaltet. Mit zwei Studenten der Kunstuniversität Linz und Südwind OÖ (EU Förderprojekt) haben 20 Schüler:innen der Oberstufe zu den Themen gearbeitet. Außerdem hat eine Schülerin einen Rap dazu geschrieben, der mit einer schuleigenen Tanzgruppe am 11.11.25 bei der Eröffnungsfeier aufgeführt wird.

Wirkung zur Verhaltensänderung

Die Zahl der Elterntaxis ist gesunken, der Verkehrsraum am Vorplatz der Schule ist strukturierter und die radfahrenden Schüler:innen sind besser geschützt. Im September 2025 waren die Fahrradplätze mehrmals (fast) zur Gänze gefüllt. Durch die Einbindung der Schüler:innen in Mobilitäts-, Demokratie- u. andere Projekte haben sie in den letzten 3 Jahren ausdauernder und konstruktiver mitgestaltet bzw. eigene Projekte auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde durch Ihr Engagement ein Aufenthaltsraum (inkl. Küche) für Oberstufenschüler:innen realisiert (Eröffnung Jan 2025).


Fakten
Projektname Schulweg ist Radweg
Kategorie Gelegenheit, Motivation, Fähigkeit
Ort Linz
Laufzeit 2022-2025
Institution/Firma BG/BRG Ramsauerstraße Linz
Link www.bg-rams.ac.at & https://www.oekolog.at/schulen/detail/1068/
Ansprechpartner David Eichinger, d.eichinger@bg-rams.ac.at; Florian Kaltseis, f.kaltseis@bg-rams.ac.at
Auszeichnungen VCÖ Mobilitätspreis
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